Hochzeit

Sitzordnung Hochzeit: so plant ihr euren Tischplan entspannt

Sitzordnung für die Hochzeit planen: wann ihr anfangt, wer neben wem sitzt, wohin Brauttisch und Kindertisch gehören und wie euer Tischplan kostenlos entsteht.

Unsere Einladung10. Oktober 20269 Min. Lesezeit
Sitzordnung Hochzeit: so plant ihr euren Tischplan entspannt

Irgendwann liegt sie vor euch auf dem Tisch: die Gästeliste, daneben ein großer Bogen Papier und ein Stapel Klebezettel. Wer sitzt neben wem? Kaum eine Frage der Hochzeitsplanung füllt so viele Abende, und kaum eine hat so viel Schönes in sich. Mit der Sitzordnung entscheidet ihr, wer an eurem Tag ins Gespräch kommt, wer zusammen lacht und wer am Ende des Abends neue Freunde gefunden hat.

Hier steht, wann ihr am besten anfangt, wie ihr Tische und Gruppen klug verteilt, wo der Brauttisch hingehört und was ihr mit Begleitungen, Kindern und späten Absagen macht. Am Ende zeigen wir euch, wie ihr euren Tischplan bei uns anlegt, kostenlos und mit genau der Gästeliste, die ihr ohnehin pflegt.

Wann ihr mit der Sitzordnung anfangt

Eine erste Rohfassung lohnt sich, sobald die Einladungen draußen sind und die ersten Zusagen eintrudeln. Dann wisst ihr, welche Gruppen zusammenkommen, und könnt in Ruhe schieben, ohne dass schon etwas feststehen muss. In unserer Checkliste für 12 Monate ist das ungefähr drei bis vier Monate vor der Hochzeit.

Fertig wird die Sitzordnung erst nach eurer Rückmeldefrist, wenn klar ist, wer wirklich kommt. Location und Caterer wollen die endgültigen Zahlen meistens zwei bis drei Wochen vorher wissen. Danach braucht ihr noch ein paar Tage für Tischkarten, den Sitzplan am Eingang und die Liste für die Küche. Wie ihr eure Frist so legt, dass das alles gut aufgeht, steht im Beitrag zur RSVP-Frist für die Hochzeit.

Erst die Tische, dann die Namen

Bevor ein einziger Name fällt, klärt mit eurer Location, welche Tische es gibt und wie viele davon in den Saal passen. Runde Tische für acht bis zehn Personen sind der Klassiker: Alle können mit allen reden, und niemand sitzt am Ende der Reihe. Lange Tafeln wirken festlich und bringen mehr Menschen an einen Tisch, dafür unterhält man sich vor allem mit den direkten Nachbarn und dem Gegenüber.

Fragt auch gleich, wo die Tanzfläche hinkommt, wo die Boxen stehen und wo das Buffet aufgebaut wird. Um genau diese Punkte herum plant ihr später. Und lasst an ein oder zwei Tischen einen Platz frei. Oft kommt kurz vorher doch noch eine Begleitung dazu, und dann seid ihr froh über die Lücke.

Der Brauttisch: wer neben euch sitzt

Auf den Brauttisch schauen den ganzen Abend alle. Stellt ihn so, dass ihr den Saal überblickt und alle euch sehen können, am besten mit der Wand im Rücken statt mit dem Rücken zu euren Gästen. Ein großes Fenster direkt hinter euch sieht schön aus, gibt tagsüber auf den Fotos aber Gegenlicht.

Für die Besetzung gibt es drei Wege, und keiner davon ist falsch:

  • Klassisch: ihr beide mit Trauzeugen und Eltern. Sind Eltern getrennt und kommen mit neuen Partnern, wird es schnell eng und manchmal angespannt. Dann sitzen die Eltern lieber an eigenen Tischen direkt nebenan.
  • Mit Freunden: ihr beide mit Trauzeugen und den engsten Freunden samt Begleitung. Das wird oft der fröhlichste Tisch des Abends.
  • Nur ihr zwei: ein kleiner Tisch für euch allein. So habt ihr zwischendurch einen ruhigen Moment und seht trotzdem alle, die ihr liebt.

Wofür ihr euch auch entscheidet, eure Trauzeugen gehören in eure Nähe. Sie halten Reden, kümmern sich um Überraschungen und sind den ganzen Abend gefragt. Was sonst noch zu ihren Aufgaben gehört, steht in unserer Checkliste für Trauzeugen.

Wer zu wem passt: in Gruppen denken

Am schwersten wird die Sitzordnung, wenn ihr Namen einzeln verteilt. Leichter geht es in Gruppen: eure Familien, die Studienfreunde, das Kollegium, der Sportverein, die Nachbarschaft. Jede Gruppe bekommt einen oder zwei Tische, und erst dann schaut ihr auf die einzelnen Menschen.

Ein paar Regeln helfen dabei:

  1. Paare sitzen zusammen, am besten direkt nebeneinander. Das gilt auch für alle, die erst seit Kurzem zusammen sind.
  2. Alle kennen am Tisch mindestens zwei oder drei andere. Das ist die einfachste Probe, und ihr könnt sie für jeden Tisch einzeln machen.
  3. Wer allein kommt, sitzt nicht am Rand, sondern neben offenen Menschen, die gern erzählen. Einen eigenen Tisch für Singles braucht es dafür nicht.
  4. Spannungen nehmt ihr ernst. Wer sich nicht versteht, sitzt an verschiedenen Tischen, aber gleich nah bei euch. So fühlt sich niemand zurückgesetzt.
  5. Ältere Gäste sitzen ruhig und nah bei euch, weg von den Boxen, mit kurzem Weg zum Ausgang. Wer die Reden hören möchte, soll sie auch verstehen.

Begleitungen, Familien und Kinder

Begleitungen sitzen neben dem Menschen, mit dem sie gekommen sind. Das klingt selbstverständlich, geht im Eifer aber schnell unter, gerade bei Begleitungen, die ihr selbst kaum kennt. Setzt beide an einen Tisch, an dem sie gemeinsam ein paar Bekannte haben. Wie ihr festlegt, wer überhaupt jemanden mitbringen darf, steht im Beitrag zu Plus eins auf der Hochzeit.

Familien mit kleinen Kindern brauchen etwas mehr Platz, einen Hochstuhl und einen kurzen Weg nach draußen, also lieber einen Tisch am Rand als mitten vor der Tanzfläche. Ab etwa sechs Jahren wird ein eigener Kindertisch spannend: in Sichtweite der Eltern, mit Papier und Stiften, und das Essen kommt dort am besten zuerst. Sagt eurer Location rechtzeitig, wie viele Hochstühle und Kindermenüs ihr braucht. Ob ihr Kinder überhaupt einladet und wie ihr das freundlich formuliert, steht im Beitrag Kinder zur Hochzeit einladen.

Wenn jemand absagt

Absagen kommen, manchmal auch noch spät, und das ist völlig normal. Plant deshalb mit Bleistift und nicht mit Kugelschreiber. Wird ein Platz frei, schiebt nicht gleich alle um. Schaut zuerst, ob der Tisch noch gut funktioniert, und füllt die Lücke dann mit jemandem, der zu der Runde passt.

Wird es an einem Tisch zu leer, legt zwei kleine Runden zusammen. Ein voller Tisch mit Menschen, die sich mögen, ist schöner als zwei halb leere.

Was Location, Küche und Empfang brauchen

Steht die Sitzordnung, geht sie an mehrere Stellen, und jede braucht etwas anderes:

  • Die Location braucht den Grundriss: wie viele Tische, in welcher Form und wo sie stehen.
  • Küche und Service brauchen den Plan Tisch für Tisch, mit Ernährung und Allergien. So landet das vegane Menü am richtigen Platz.
  • Der Empfang braucht eine Liste von A bis Z, damit alle in Sekunden ihren Tisch finden.

Für eure Gäste gibt es zwei schöne Wege zum Platz: einen großen Sitzplan am Eingang, nach Tischen oder nach Namen sortiert, und Tischkarten an jedem Platz. Gebt euren Tischen ruhig Namen statt Nummern, zum Beispiel nach Orten, an denen ihr zusammen wart. Das ist gleich der erste Gesprächsstoff.

So plant ihr den Tischplan bei uns

Bei uns findet ihr im Dashboard den Tischplan, direkt unter Gäste. Er arbeitet mit genau der Gästeliste, die ihr schon pflegt, abtippen müsst ihr also niemanden. Der Tischplan ist kostenlos, auch bevor ihr eure Seite freischaltet, und er bleibt bei euch: Eure Gäste sehen ihn nicht.

  1. Tische anlegen: Über „Tisch hinzufügen“ wählt ihr die Form, also rund, lange Tafel oder eckig, und die Zahl der Plätze, bis zu 40 je Tisch. Bis zu 60 Tische passen in euren Plan, jeder auf Wunsch mit eigenem Namen.
  2. Gäste setzen: Am Computer zieht ihr eure Gäste auf einen Platz oder auf einen Tisch. Am Handy tippt ihr sie an und wählt unter „Platz wählen“ den Tisch.
  3. Familien zusammenhalten: Kinder sitzen automatisch beim Hauptgast. Eine ganze Anmeldung samt Begleitung setzt ihr mit einem Klick zusammen an einen Tisch, auf Plätze möglichst nah beieinander. Setzt ihr den Hauptgast später um, zieht die Familie mit.
  4. Absagen im Blick behalten: Wer abgesagt hat, steht gar nicht erst bei den Gästen ohne Tisch. Sagt jemand ab, der schon einen Platz hatte, ist der Platz sofort wieder frei.
  5. Die Tische im Saal aufstellen: Am Computer mit großem Bildschirm öffnet ihr über „Grundriss gestalten“ euren Saal von oben. Ihr gebt die Raumgröße an, zieht jeden Tisch dorthin, wo er stehen wird, und dreht ihn nach Bedarf.
  6. Alles mitnehmen: Über „Exportieren“ bekommt ihr genau die drei Unterlagen von oben als PDF: den Tischplan Tisch für Tisch mit Ernährung und Allergien, die Tischliste von A bis Z und den Grundriss. Im Export eurer Gästeliste stehen außerdem Tisch und Platz als eigene Spalten.

Plant ihr zu zweit über Einstellungen → Gemeinsam planen, arbeitet ihr gleichzeitig am selben Tischplan, und jede Änderung erscheint sofort bei der anderen Person. Wie das aussieht, zeigt der Tischplan im Überblick, und jeden Handgriff erklärt die Anleitung im Hilfe-Center.

Häufige Fragen zur Sitzordnung

Wann sollte die Sitzordnung für die Hochzeit fertig sein?

Spätestens zwei bis drei Wochen vor der Hochzeit, wenn Location und Caterer die endgültigen Zahlen bekommen. Am entspanntesten ist es, wenn sie kurz nach eurer Rückmeldefrist steht. Mit der Rohfassung fangt ihr am besten schon an, wenn die Einladungen draußen sind.

Brauchen wir überhaupt eine feste Sitzordnung?

Sobald alle im Sitzen essen, ja, auch beim Buffet. Sonst stehen am Ende zwanzig Menschen mit vollem Teller da und suchen einen Stuhl. Ein guter Mittelweg ist eine Tischordnung: Jeder Gast bekommt einen Tisch, die Plätze daran sind frei. Bei einem lockeren Empfang mit Stehtischen geht es auch ganz ohne.

Wohin mit Gästen, die kaum jemanden kennen?

Neben herzliche Menschen, die gern erzählen, am besten mit einem gemeinsamen Thema: derselbe Beruf, dieselbe Heimatstadt oder Kinder im gleichen Alter. Erzählt beiden vorher kurz voneinander, dann ist das Eis gebrochen, bevor die Vorspeise kommt.

Sehen unsere Gäste den Tischplan auf unserer Hochzeitsseite?

Nein. Den Tischplan seht nur ihr und die Person, die ihr über „Gemeinsam planen“ dazuholt. Auf eurer Seite, im Anmeldeformular und in euren Mails steht davon nichts. Eure Gäste finden ihren Platz am Tag selbst über den Sitzplan am Eingang oder die Tischkarten. Für alle, die beim Empfang helfen, gibt es die Tischliste von A bis Z als PDF.

Was kostet der Tischplan?

Nichts. Der Tischplan ist in jedem Event dabei, samt Grundriss und PDFs, auch bevor ihr eure Seite freischaltet. Bezahlt wird bei uns erst das Veröffentlichen eurer Seite, einmalig und ohne Abo.

Fangt mit eurer Gästeliste an

Eine gute Sitzordnung beginnt mit einer sauberen Gästeliste, mit Gruppen, Haushalten und allen, die mitkommen. Wie ihr sie anlegt, steht im Beitrag Gästeliste erstellen und organisieren. Das Gestalten eurer Hochzeitsseite und der Tischplan kosten nichts. Was das Veröffentlichen einmalig kostet, steht auf der Preisseite.

Jetzt kostenlos starten und euren ersten Tisch anlegen.